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Berliner Medizinische Gesellschaft und Zahnklinik Berlin 

 

 

„Es muss endlich wieder einmal ein Punkt vorhanden sein, wo sich diese vielen Einzelinteressen und dieses endlose Einzelwissen sammelt, wo es ein gemeinsames wird, wo es verwerthet wird nach allen verschiedenen Richtungen, welche unsere Wissenschaft in so reichem Masse darbietet. ... Wir repräsentiren ungefähr das, was anderswo eine Academie repräsentirt ..." [Rudolf Virchow]

 

 

 

BerlMedGes Berliner Medizinische Gesellschaft CA Dr. Dr. Stefan Schermer Ärztlicher Direktor der zahn-klinik.de Internationale ZAHN-KLINIK Berlin Mitte Klinik für MKG Chirurgie Platische Operationen Zahnklinik für Oralchirurgie und ImplantologieZur Geschichte der Berliner Medizinische Gesellschaft

Am 31.10.1860 konstituierte sich die Berliner Medizinische Gesellschaft. Sie entstand durch den Zusammenschluß der Gesellschaft für wissenschaftliche Medicin (gegründet 5.12.1844) und dem Verein Berliner Ärzte (gegründet 31.3.1858). In den Vorstand wurden v. Graefe, Langenbeck, Körte, Posner, Siegmund, Schweigger, Gurlt, Klein und Eppenstein gewählt. In §2 der originalen Satzung wurde der Zweck der Gesellschaft formuliert: „Die Berliner medicinische Gesellschaft hat den Zweck, wissenschaftliche Bestrebungen auf dem Gesamtgebiet der Medicin zu fördern, ein collegiales Verhältnis unter ihren Mitgliedern zu erhalten und die ärztlichen Standes-Interessen zu wahren." Der Vorstand sollte aus einem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern, vier Schriftführern und einem Bibliothekar bestehen. Eine Kommission aus zwölf Mitgliedern bestimmte über die Aufnahme neuer Mitglieder. Im Gründungsjahr betrug die Mitgliederzahl 204. Sie stieg in den folgenden Jahren rasch an: 300 (1870), 602 (1885), 1264 (1902), 1606 (1910). d. h. zu diesem Zeitpunkt waren ein hoher Prozentsatz der Berliner Ärzte Mitglieder in der Gesellschaft und so blieb es bis in die zwanziger Jahre. 1933–1934 wurden die jüdischen Mitglieder zum Austritt gezwungen. Nach dem 2. Weltkrieg, z. B. im Jubiläumsjahr 1960, betrug die Mitgliederzahl nur noch 550. Die Berliner Medizinische Gesellschaft war von Anfang an eine „Repräsentantin der ganzen, einigen Wissenschaft". In den 1920er Jahren wurden von einer Reihe deutscher Universitäten Ärzte zu den mittwöchlichen Sitzungen der Gesellschaft entsandt, um dann darüber berichten zu können. Der Erfolg der Gesellschaft wurde immer wieder auf die „Vertretung und Durchführung des Gedankens von der Einheit der Gesamtmedizin, der Zusammengehörigkeit von Wissenschaft und Praxis" zurückgeführt.

 

 

Am 6.7.1887 wurde der Gesellschaft durch königlich preußisches Dekret die Rechtsfähigkeit als juristische Person verliehen.

 

 

Wesentliche Gründe waren die zunehmende Zahl großer Spenden, die Mitgliedschaft bedeutender Ärzte und die herausragende wissenschaftliche Qualität der Gesellschaftsarbeit. Im Jahre 1892 wurde das Langenbeck-Haus, mit Sitzungssaal, Bibliothek und Lesezimmer, gebaut. Es wurde als Domizil mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie geteilt. 1913 wurde beschlossen, wieder zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, auf dem eigenen Grundstück in der Luisenstraße einen Neubau zu errichten, das Langenbeck-Virchow-Haus. Der Bau wurde unter der Leitung des Regierungsbaumeisters Hermann Dernburg errichtet und 1915 eingeweiht. Im Jahr 1944 wurde die Bibliothek nach Schloss Boitzenburg verlagert und ging verloren. Die letzte Sitzung vor Kriegsende fand am 17. Januar 1945 statt. Nach Kriegsende wurde das Langenbeck-Virchow-Haus von der Sowjetischen Militärregierung beschlagnahmt, da es eines der ganz wenigen unversehrten Gebäude in Berlin-Mitte war. Zur Aufrechterhaltung der Berliner Medizinischen Gesellschaft setzte der Magistrat der Stadt Berlin am 20. Juli 1945 das bisherige Vorstandsmitglied Georg Mylius als Treuhänder ein. Am 4. Januar 1950 beantragten sieben Mitgliedern, »Gründer« gemäß der Anordnung der Alliierten Kommandantur Berlin vom 22. März 1947, die Fortsetzung der Tätigkeit der Berliner Medizinischen Gesellschaft zu genehmigen. Die Satzungen »wie vor 1933« wurden als verbindlich erklärt. Am 12. Oktober 1950 wurde Wolfgang Heubner als Vorsitzender gewählt, und am 29. Oktober 1950 fand die erste Arbeitssitzung im Hörsaal des damals noch provisorischen Physiologischen Instituts der Freien Universität Berlin statt.

 

1960 wurde das 100jährige Bestehen der Gesellschaft gefeiert. Zu dieser Zeit betrug die Mitgliederzahl 550. In den Zeiten der Berliner Mauer war die Gesellschaft in Berlin (West) angesiedelt. Die Sitzungen fanden im Hörsaal des Städtischen Krankenhauses, im Universitätsklinikum Charlottenburg (Spandauer Damm 130) statt, später im Hörsaal der Institute für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Freien Universität Berlin (Hindenburgdamm 27/Krahmerstraße). Dort tagte die Gesellschaft auch nach dem Mauerfall; ab 1996 fanden die Sitzungen im Kaiserin-Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz 7, in Berlin Mitte statt. Wiedervereinigung, Rückerlangung des Langenbeck-Virchow-Hauses. Nachdem die Gesellschaft im Jahr 1999 einen Notvorstand verordnet bekommen hatte, konsolidierte sich die Gesellschaft ab 2001 zunehmend. Die wissenschaftlichen Aktivitäten wurden wesentlich gesteigert (s. Sitzungen), und die Mitgliederzahl hat sich fast verdoppelt. Nach langem Ringen (vergl. Geschichte des Langenbeck-Virchow-Hauses) urteilte das Verwaltungsgericht Berlin am 10.9.2002 letztinstanzlich, dass das Langenbeck-Virchow-Haus an die Berliner Medizinische Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie rückübertragen sei (rechtskräftig seit dem 23.11.2002). Am 22.10.2002 wurde im Geheimen Staatsarchiv Preussischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem das Original der Rechtsfähigkeitserklärung vom 6.7.1887 (I. HA Rep. 89 Nr. 15379; S. 141–143) wieder aufgefunden.

 

Am 13.2.2003 wurde zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie die Rückübertragung in einem Festakt im Foyer des Langenbeck-Virchow-Hauses gefeiert. Am 9.6.2004 erfolgte aufgrund einer Gesetzesänderung der Eintrag in das Vereinsregister am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer 23525Nz. Die zugrunde liegende Neufassung der Satzung datiert vom 13.9.2003, genehmigt am 16.9.2003 und wurde am 11.2.2004 von der Generalversammlung verabschiedet. Im ersten Schritt vor einer Restaurierung kam es zur Gründung einer Langenbeck-Virchow-Haus GbR, so dass im Jahre 2004 der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen der LVH-GbR und der Firma Aesculap als Unternehmen der B. Braun Gruppe möglich wurde. Gleichzeitig wurde eine Niederlassung der Aesculap Akademie als Stätte des Wissens und Dialogs geschaffen. Aber auch andere Fachgesellschaften und -Verlage, einschließlich der BerlMedGes erhielten in vertraglicher Anbindung an die LVH-GbR ihre Heimstätte im Langenbeck-Virchow-Haus. Damit waren die rechtlichen Voraussetzungen gegeben, bei Beibehaltung der Gemeinnützigkeit der BerlMedGes als Miteigentümer des Hauses, mit umfangreichen Renovierungsmaßnahmen zu beginnen. Am 1.10.2005 wurde das Langenbeck-Virchow-Haus nach einjähriger Umbauphase wieder eröffnet. Seitdem werden die Sitzungen wieder im eigenen Haus abgehalten. Neben den wissenschaftlichen Aktivitäten beschäftigte sich die Gesellschaft auch mit Standesangelegenheiten und mit Fragen der öffentlichen Gesundheitsfürsorge.

 

 

Berliner Medizinische Gesellschaft ZAHN-KLINIK Berlin Mitte

Der Ärztlicher Direktor der Zahnklinik CA Vnest. Prof. (GUU) Dr. Dr. Stefan Schermer wurde vom derzeitigen Vorsitzenden Herrn Professor Dr. Dr. hc. mult. Helmut Hahn eingeladen dieser historische medizinische Gesellschaft beizutreten und sie in der Gegenwart zu beleben und die Ziele und Ideen fortzuführen und zu unterstützen. Besonderes Augenmerk liegt hier in der deutsch-russischen Zusammenarbeit und der engen Verbindung von Dr. Dr. Schermer zur russischen Medizin und zum russischen Hochschul- und Gesundheitswesen.

 

 

Die Vorsitzenden der Berliner Medizinischen Gesellschaft:

1860–1870 Albrecht von Graefe (Ophthalmologe), 1871–1882 Bernhard von Langenbeck (Chirurg), 1882–1902 Rudolf Virchow (Pathologe), 1902–1907 Ernst von Bergmann (Chirurg), 1907–1911, Hermann Senator (Internist), 1911–1922 Johannes Orth (Pathologe), 1922–1930 Friedrich Kraus (Internist), 1930–1933 Alfred Goldscheider (Internist), 1933–1938 Carl von Eicken (Otorhinolaryngologe), 1938–1941 Richard Siebeck (Internist), 1941–1945 Friedrich Umber (Internist), 1950–1954 Wolfgang Heubner (Pharmakologe), 1954–1973 Hans Freiherr von Kress (Internist), 1974–1981 Heinz Herken (Pharmakologe), 1981–1994 Karl-Otto Habermehl (Virologe), 1994–1997, Ernst-Otto Riecken (Internist), 1997–2000 Heinz-Peter Schultheiss (Internist), 2000– Helmut Hahn (Mikrobiologe)

 

 

150-Jahre Berliner Medizinische Gesellschaft  

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, Die Berliner Medizinische Gesellschaft feierte am 30.10.2010 im Hörsaal des Langenbeck-Virchow-Hauses, Luisenstraße 58/59 in 10117 Berlin ihr 150-jähriges Jubiläum. Nicht ohne Stolz blickt unsere Gesellschaft in diesem Jubiläumsjahr auf eine 150-jährige Tradition der Vermittlung wissenschaftlich fundierter medizinischer Informationen zurück. Zudem hat die Rückübertragung des Langenbeck-Virchow-Hauses in wenigen Jahren ein Zentrum lebenslangen Lernens in der Medizin wiedererstehen lassen, ganz im Sinne der Vision Rudolf Virchows, der bereits 1885 unserer Gesellschaft das als Rolle zudachte, "... was anderswo eine Academie repräsentirt."

 

Auf dem Programm des Festaktes stand -- neben Grußworten u.a. des Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, Prof. Jürgen Zöllner, und einem Festvortrag von Prof. Ivar Roots, Charité - Universitätsmedizin Berlin -- über "Individualisierte Arzneitherapie" auch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an: Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG.  Prof. Dr. med. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin.  Dr. h.c. Lothar de Maizière, Ministerpräsident a.D., Bundesminister a.D.. Vorstandsvorsitzender des St. Petersburger Dialogs e.V.

  

 

Thema Schadenersatz Ärzte Krankenhäuser 

Seit 1965 haben sich Schadensersatzforderungen von Patienten gegenüber Krankenhäusern und Ärzten in der Anzahl sowie der Summe nahezu verfünffacht. Ärzte und Krankenhausträger sehen sich deshalb einer erheblichen Rechtsunsicherheit gegenüber. Schließlich fließen auch sehr stark ökonomische Aspekte und Zwänge in die Behandlung ein, die von außen vorgegeben werden.

 

Programm: Einführung von Prof. Dr. H. Hahn, Vorsitzender der Berliner Medizinischen Gesellschaft Prof. Dr. Fritz von Weizsäcker: Leitlinien zur Virushepatitis. Prof. Dr. Christoph Gaudecki: "Juristische Betrachtung der Leitlinienproblematik bei der ärztlichen Behandlung" Welchen Stellenwert haben heute Leitlinien, wo lauern besondere Gefahren für die ärztliche Behandlung in zivil- und strafrechtlicher Hinsicht?